Prüfungsangst überwinden

Prüfungsangst überwinden – wenn die Angst dich blockiert

Du hast gelernt. Du bist vorbereitet. Eigentlich weißt Du, dass Du den Stoff kannst. Und trotzdem kommt kurz vor der Prüfung diese Angst. Dein Herz schlägt schneller, Du wirst unruhig, kannst schlecht schlafen oder hast das Gefühl, dass Dein Kopf plötzlich leer ist. Vielleicht kennst Du Gedanken wie: „Was ist, wenn ich versage?“ „Was ist, wenn ich einen Blackout bekomme?“ „Was denken die anderen über mich, wenn ich es nicht schaffe?“

Prüfungsangst kann sehr belastend sein. Sie kann dazu führen, dass Du Dich selbst immer weniger für fähig hältst – obwohl Du eigentlich viel mehr kannst, als Du Dir in diesem Moment zutraust. In meiner Praxis in Duisburg begleite ich Menschen, die ihre Prüfungsangst besser verstehen und etwas daran verändern möchten.

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Wenn die Angst schon vor der Prüfung beginnt

Bei Prüfungsangst geht es häufig nicht nur um den Moment, in dem Du vor der Prüfung sitzt. Die Angst kann schon Tage oder Wochen vorher beginnen. Du denkst ständig an die bevorstehende Prüfung. Du schläfst schlechter, kannst Dich nicht mehr richtig konzentrieren oder schiebst das Lernen immer weiter vor Dir her. Und je näher der Prüfungstermin kommt, desto größer wird der Druck.

Manchmal entsteht dabei ein Kreislauf:

Du hast Angst zu versagen. Dadurch steigt Deine Anspannung. Die Konzentration fällt schwerer.
Du zweifelst noch mehr an Dir. Und die Angst vor der Prüfung wird immer größer. Wenn Du diesen Kreislauf kennst, kann es sinnvoll sein, nicht erst am Tag vor der Prüfung etwas zu verändern.

Wenn Du eigentlich weißt, dass Du es kannst

Eine der schwierigsten Erfahrungen bei Prüfungsangst ist oft der Widerspruch zwischen Wissen und Gefühl. Du hast gelernt. Du hast Dich inhaltlich vorbereitet. Du hast vielleicht sogar schon erlebt, dass Du den Stoff beherrschst. Und trotzdem sitzt Du in der Prüfung und plötzlich ist alles anders.

Dein Kopf fühlt sich leer an. Du wirst nervös. Deine Gedanken kreisen. Vielleicht kannst Du Dich an Dinge nicht mehr erinnern, die Du zu Hause problemlos gewusst hast. Das kann sehr verunsichern. Vor allem dann, wenn Du eine Prüfung bereits einmal nicht bestanden hast.

Dann kommt häufig noch die Erinnerung an das erste Scheitern dazu:
„Was ist, wenn es wieder passiert?“ Genau an diesem Punkt kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen, was hinter der Prüfungsangst steckt.

Prüfungsangst hat häufig mehr mit Dir zu tun als nur mit der Prüfung

Eine Prüfung ist ein konkreter Anlass. Die eigentliche Angst kann aber an ganz anderer Stelle liegen. Vielleicht hast Du sehr hohe Ansprüche an dich selbst. Vielleicht ist es für Dich besonders schwierig, Fehler zu machen oder andere zu enttäuschen. Vielleicht hängt dein Selbstwert stark davon ab, wie gut Du etwas machst.

Oder Du hast irgendwann die Erfahrung gemacht, dass Versagen für dich etwas sehr Bedrohliches bedeutet. Bei manchen Menschen reicht deshalb schon der Gedanke an eine Prüfung aus, um eine starke körperliche und emotionale Reaktion auszulösen. In der gemeinsamen Arbeit geht es nicht darum, dir einfach einzureden, dass Du keine Angst haben musst. Vielmehr schauen wir uns an, was bei Dir hinter der Angst steckt und was Du verändern kannst.

Was wir gemeinsam anschauen können

In meiner Arbeit verbinde ich therapeutische Gespräche mit verschiedenen Methoden. Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, hängt von Dir und Deiner persönlichen Situation ab.

Wir können zum Beispiel anschauen:

  • Welche Gedanken und Vorstellungen deine Prüfungsangst verstärken
  • Was bei dir passiert, wenn der Druck steigt
  • Welche Erfahrungen hinter der Angst stehen
  • Warum Du dir selbst vielleicht weniger zutraust, als Du eigentlich kannst
  • Wie Du mit Versagensängsten und innerem Druck umgehen kannst
  • Wie Du wieder mehr Sicherheit und Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten entwickelst

Dabei geht es nicht darum, dich irgendwie „prüfungstauglich“ zu machen. Es geht darum, besser zu verstehen, was dich blockiert – und genau dort anzusetzen.

Hypnose bei Prüfungsangst

Hypnose kann eine Möglichkeit sein, wenn Gedanken, Gefühle und körperliche Reaktionen sehr stark miteinander verbunden sind. In Hypnose kann der Zugang zu inneren Vorstellungen und unbewussten Mustern erleichtert werden. Dadurch können wir beispielsweise daran arbeiten, belastende Situationen anders zu erleben und neue innere Erfahrungen zu verankern.

Dabei arbeite ich nicht nach einem festen Standardprogramm. Was sinnvoll ist, hängt davon ab, warum Du Prüfungsangst hast und was Du verändern möchtest. Hypnose kann dabei ein Bestandteil der Begleitung sein. Je nach Situation können auch therapeutische Gespräche und andere Methoden sinnvoll sein.

Zwei Erfahrungen aus meiner Praxis

Ich habe bereits Menschen begleitet, die mit einer konkreten Prüfungssituation zu mir gekommen sind.

Petra – nach einer nicht bestandenen mündlichen Prüfung

Petra kam nach einer mündlichen Prüfung zu mir, die sie nicht bestanden hatte. Für sie war diese Prüfung besonders wichtig, weil sie zwischen ihr und ihrem nächsten Karriereschritt stand. Sie musste unbedingt bestehen. Auch gegenüber ihren Kollegen war ihr die Situation sehr unangenehm. Sie war verzweifelt und hatte große Angst davor, beim nächsten Versuch wieder zu scheitern. Wir haben in zwei Sitzungen daran gearbeitet, die belastenden Gedanken und die Angst rund um die Prüfung zu verändern. Im nächsten Versuch hat Petra die mündliche Prüfung bestanden und im Anschluss daran wurde sie befördert.

Claudia – Führerscheinprüfung und mehr Sicherheit in der Schule

Claudia war durch ihre Führerscheinprüfung gefallen. Der nächste Versuch stand unmittelbar bevor und entsprechend groß war die Anspannung. Nach zwei Sitzungen bei mir trat sie erneut zur Prüfung an – und bestand.

Bemerkenswert war für mich, dass sich die Veränderung nicht nur auf die Führerscheinprüfung beschränkte. Auch in der Schule zeigte sich eine positive Entwicklung. Ihre Noten in Mathematik und Deutsch wurden besser. Diese beiden Erfahrungen sind natürlich individuelle Verläufe. Sie zeigen aber, was möglich sein kann, wenn die eigentlichen Ursachen der Angst betrachtet und bearbeitet werden.

Du musst nicht erst kurz vor der Prüfung etwas verändern

Wenn Deine Prüfung bereits in wenigen Tagen stattfindet, kann ein Gespräch trotzdem sinnvoll sein. Grundsätzlich ist es aber besser, wenn Du nicht erst dann anfängst, wenn der Druck bereits maximal ist. Je früher Du Dich mit Deiner Prüfungsangst auseinandersetzt, desto mehr Zeit hast Du, neue Erfahrungen zu machen und mehr Sicherheit zu entwickeln.

Das gilt besonders dann, wenn Du schon mehrfach Prüfungen nicht bestanden hast oder die Angst Dich inzwischen auch beim Lernen und im Alltag begleitet.

Du bist Dir noch nicht sicher, ob eine Begleitung für Dich das Richtige ist?

Das musst Du am Anfang auch noch nicht wissen. Deshalb biete ich ein kostenloses telefonisches Orientierungsgespräch von etwa 15 Minuten an. Du kannst mir erzählen, was gerade bei Dir passiert und vor welcher Prüfung Du stehst. Wir schauen gemeinsam, ob und wie ich Dich unterstützen kann.

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Häufige Fragen zur Prüfungsangst

Ist Prüfungsangst eine psychische Erkrankung?

Nicht jede Prüfungsangst ist automatisch eine psychische Erkrankung. Ein gewisses Maß an Nervosität vor einer Prüfung ist völlig normal. Problematisch wird es vor allem dann, wenn die Angst Dich stark einschränkt, Dich beim Lernen blockiert, zu Blackouts führt oder dazu beiträgt, dass Du Prüfungen immer wieder vermeidest oder nicht bestehst.

Dann kann es sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung zu holen.

Kann Hypnose bei Prüfungsangst helfen?

Hypnose kann bei manchen Menschen ein sinnvoller Bestandteil der Begleitung sein. Ob sie in Deinem Fall geeignet ist, besprechen wir am besten persönlich. Dabei geht es nicht darum, Dir einfach die Angst „wegzuhypnotisieren“. Wir schauen uns an, welche Ursachen und Muster hinter Deiner Prüfungsangst stehen.

Was kann ich tun, wenn ich in der Prüfung einen Blackout bekomme?

Ein Blackout kann entstehen, wenn die Anspannung so stark wird, dass Deine Konzentration und Dein Zugriff auf bereits gelerntes Wissen beeinträchtigt werden. Deshalb kann es sinnvoll sein, nicht nur die Prüfungssituation selbst zu betrachten, sondern auch die Angst und den inneren Druck, die dazu führen.

Muss die Prüfung unmittelbar bevorstehen?

Nein. Du kannst Dich auch dann melden, wenn die nächste Prüfung erst in einigen Wochen oder Monaten stattfindet. Gerade dann hast Du ausreichend Zeit, an den Ursachen Deiner Prüfungsangst zu arbeiten.

Was kostet eine Begleitung?

Die Kosten und den möglichen Umfang einer Begleitung besprechen wir transparent im kostenlosen telefonischen Orientierungsgespräch, dass Du dir über den folgenden Button buchen kannst. 

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